Teamtrommeln

ein Weg zu Kooperation, Umsicht und Interesse am Gelingen

Teamtrommeln richtet sich an Firmen und Institutionen, in denen zur optimalen Erfüllung der geschäftlichen Aufgaben erfolgreiche Teamarbeit die Voraussetzung ist. Zielgruppen sind Firmenbelegschaften von kleinen und mittelständischen Unternehmen, einzelne Abteilungen oder Funktionsträger auf gleicher Führungs-ebene (z.B. Abteilungs- oder Filialleiter).

Das Angebot besteht darin, mit einer Gruppe von ca. 6 - 12 Personen ohne besondere didaktische oder theoretische Ankündigungen und Absichtserklärungen einfach einen Workshop "Afrikanisches Trommeln, Rhythmus und Gesang" durchzuführen.

Es ist ein Doppelblock von mindestens zweimal 90 Minuten (mit Pause) nötig, um den Einstieg in die Welt des Trommelns zu schaffen. Danach findet eine Schlußrunde mit den TeilnehmerInnen statt, in der Gelegenheit besteht, Eindrücke, Gefühle, Gesten, Befindlichkeiten etc. zu äußern. Diese Auswertung kann je nach Anliegen des Auftraggebers von einem in– oder externen Supervisor oder Moderator begleitet werden.

Wesentliche Punkte zum "Teamtrommeln":
Da wir mit dem Trommeln allgemeine persönliche Fähigkeiten wie Umsicht, Kooperationsfähigkeit, Flexibilität, Interesse und Souveränität, Routine und Kreativität ausbilden, ist davon auszugehen, daß sich die Wirkungen dieses gemeinsamen Erlebnisses nicht nur in unserem Privatleben zeigen werden:

  • Wer im gemeinsamen Musizieren die Erfahrung macht, wie die eigene (rhythmisch durchaus monotone) singuläre Tätigkeit zur Freude am Gelingen des Ganzen beiträgt, gewinnt nicht nur Spaß daran, sondern lernt deren Bedeutung und Würdigung besser einzuschätzen.
  • Wer (beispielsweise) im eigenen, ständig zu lauten oder zu leisen Trommeln hörbar nachvollziehen kann, wie es ist, die Anderen oder sich selbst nicht mehr zu hören, wird von sich aus oder durch die Gruppe lernen, auf eine angemessene Lautstärke zu gehen, d.h. sich zurück zu nehmen oder stärker einzubringen.
  • Wer mit seiner Clave (Klangholz/Glocke) ständig neben der Eins liegt, wird erleben, was es bedeutet, das Ganze aus dem Takt zu bringen und eine Bereitschaft entwickeln, das Ganze verantwortlich mitzutragen, oder er wird wenigstens sein eigenes Querliegen wahrnehmen und thematisieren können.
  • Wer im Trommeln von Variationen und Solofiguren sich selbst im verantwortlichen (steuernden) Mittelpunkt einer Gruppe erlebt, wird nicht nur dieses besondere Gefühl kennenlernen, sondern ebenso bemerken, wie unverzichtbar es ist, daß die Anderen ihn dabei tragen. Konkurrenzverhalten (Besserseinwollen) gewinnt eine andere Ausrichtung und mündet in einem Wir-Gefühl, bei dem es um Optimierung geht und nicht um Ellenbogen.
So kann das Trommeln dazu beitragen, einer Gruppe ein positives Teamerlebnis zu ermöglichen und dadurch Teambereitschaft und -fähigkeit zu fördern.

Außerdem sorgt "Teamtrommeln" für einen Perspektivenwechsel, insofern sich in der Trommelgruppe Aufgaben, Zuständigkeiten und Hierarchien neu finden und formieren müssen. Das schult nicht nur die Flexibilität, sondern läßt an den z. T. jahrelang bekannten Kollegen neue, vielleicht erstaunliche Seiten erkennen, die Neubegegnung erlaubt und die Möglichkeit zu einer Rollen- oder Statusveränderung mit sich bringen kann. Bei Gruppenzusammensetzungen, die sich vorher nicht kennen, kommt es zu einer Überprüfung und ggf. Relativierung von Ersteinschätzungen (um nicht zu sagen Vorurteilen), was die Offenheit bei künftigen Begegnungen schult.

Auch der Nichtmusikalische kann sich als aktiver Zuhörer und Beobachter am Teamtrommeln beteiligen und die Abschlußrunde mit seinen Eindrücken und kritischen Anmerkungen bereichern. Der entscheidende positive Impuls des "Teamtrommelns" kommt nach meiner Überzeugung und Erfahrung aus dem absichtslosen Erleben von Freude und Gelingen beim Trommeln. Es geht primär nicht um Leistungslernen, sondern um die Freude am gemeinsamen Tun. Das Teamtraining verliert seinen anstrengenden, pflichtgemäßen Lerncharakter und schafft Raum für Gelassenheit.

Copyright: Dr. Roland Daube 2005